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    • Literaturwerkstatt "Der Nubbel"

    • Zu Beginn jedes neuen Jahres steuert die Karnevalszeit auf ihren Höhepunkt zu. Vielerorts finden Faschingsfeiern und Karnevalssitzungen statt, und im bunten Treiben wird ausgelassen gefeiert. Doch am Dienstag der Fastnacht ist alles vorbei: Die Fastenzeit beginnt und damit die Vorbereitung auf Ostern. Viele Menschen nutzen diese Zeit, um darüber nachzudenken, was in ihrem Leben nicht gut läuft und was sie verändern möchten.

      Im Kölner Karneval gibt es zur Fastnacht die Tradition des Nubbels. Dabei handelt es sich um eine Figur, die an vielen Kneipen hängt und am Ende der Karnevalszeit verbrannt wird.

      In der Woche nach den Weihnachtsferien lernten sieben Schülerinnen und Schüler der 5. und 9. Klasse diese Tradition in einer Literaturwerkstatt mit der Kölner Schriftstellerin und Journalistin Mirijam Günter kennen. Eine besondere Idee verbindet dabei zwei Regionen: Wie der Nubbel aussieht, ist nicht festgelegt. Seit einigen Jahren gibt es daher eine neue Tradition, denn im Rahmen ihrer Literaturwerkstatt gestaltet Mirijam Günter jedes Jahr gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einen Nubbel, der anschließend aus einer Region Deutschlands seine Reise nach Köln antritt.

      In diesem Jahr wurde der Nubbel von den Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule Quedlinburg gestaltet. Er ist mit vielen harztypischen Motiven versehen, auch die Harzer Sagen spielten dabei eine wichtige Rolle. So wurden im Laufe der Woche mehrere Sagen gelesen, unter anderem die Sage von der Rosstrappe, die das Aussehen des Nubbels inspirierte.

      Am letzten Tag der Literaturwerkstatt sorgte ein angekündigter Wintereinbruch jedoch für Änderungen. Obwohl er weniger dramatisch ausfiel als erwartet, mussten alle geplanten Aktivitäten abgesagt werden. Die Schule fand nicht in Präsenz statt, und auch die geplante Reise des Nubbels nach Köln mit der Deutschen Bahn konnte an diesem Freitag nicht beginnen.

      Was außerdem noch fehlte, war ein Name für den Nubbel. Ein Schüler, Mirijam Günter, der Schulsozialarbeiter und der Nubbel selbst machten sich daher bei starkem Schneefall auf den Weg zum Marktplatz von Quedlinburg, um Passantinnen und Passanten nach Namensvorschlägen zu fragen. Vorgeschlagen wurden unter anderem Heinrich, Bodo, Theophano, Lars und Quindel. Einen Tag später, am Samstag, trat der Nubbel schließlich verspätet in Begleitung der Schriftstellerin seine Reise nach Köln an.

      Die Schülerinnen und Schüler, die an der Literaturwerkstatt teilgenommen hatten, stellten den Nubbel im Laufe der Woche auch in anderen Klassen vor. Dabei fragten sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, welche schlechten oder negativen Dinge sie sich wünschen würden, dass sie aufhören. Diese Wünsche – etwa nach einem Ende von Gewalt, schlechten Lebensbedingungen sowie Hass und Hetze – wurden auf Zettel geschrieben und in den Nubbel gepackt.

      Am Ende der Karnevalszeit wird der Nubbel verbrannt. Die Tradition soll verdeutlichen, dass all diese negativen Dinge mit ihm zu Ende gehen und Platz für einen neuen, hoffnungsvollen Anfang entsteht.